lyrix an Schulen: Interview mit Chris Raith Möller

Unsere neue Seite rund um die Lyrikvermittlung bei lyrix ist online! Dort findet ihr ab sofort alle Informationen zu den Angeboten von lyrix für Schüler*innen, Lehrkräfte und Lyrikvermittler*innen. Von Schreibwerkstätten über Fortbildungen bis hin zu langfristigen Kooperationen geben wir einen Überblick über unsere Vermittlungsarbeit und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Verantwortlich für den Bereich Zusammenarbeit mit Schulen in unserem Team ist Chris Raith Möller. Höchste Zeit also, sie einmal genauer vorzustellen und mit ihr darüber zu sprechen, was hinter unseren Schulangeboten steckt und warum Lyrik im Klassenzimmer Türen öffnen kann. Außerdem spricht sie über unser neues Partnerschul-Siegel „Orte für Worte“ und ihre persönlichen Lieblings-Lyriker*innen.

Interview mit Chris Raith Möller

Foto Chris Möller Zusammenarbeit an Schulen lyrix
Foto: Marcel Wogram

Hi Chris, wer bist du und was machst du bei lyrix?
Ich arbeite freiberuflich in unterschiedlichen Kontexten mit Literatur. Ich organisiere Lesungen, Festivals oder moderiere Veranstaltungen. Und ich konzipiere Vermittlungsformate. Das heißt, ich beschäftige mich damit, wie man ins Sprechen über Texte oder gar selbst ins Schreiben kommt. Bei lyrix koordiniere ich die Angebote für Schulen. 

Was genau macht lyrix alles in Schulen?
Bei lyrix geht es darum, Lust auf Lyrik zu machen. Kindern und Jugendlichen zu zeigen, welche Fähigkeiten in ihnen stecken, und ihr Interesse am Schreiben zu wecken und zu fördern. Deswegen gibt es neben dem Wettbewerb – oder ergänzend dazu – Angebote für Schulen, die den Einstieg erleichtern sollen.

Für Schüler*innen bieten wir kostenlose Schulwerkstätten an, bei denen wir spielerisch an poetischen Ausdrucksformen arbeiten. Diese Workshops sind immer individuell auf die Klassen und ihre Vorerfahrungen angepasst und werden von aktuell schreibenden Lyriker*innen angeleitet.

Für Lehrer*innen organisieren wir regelmäßig Fortbildungen mit neuen Impulsen und konkreten Ideen, um zeitgenössische Lyrik in den Unterricht einzubinden. 

„Orte für Worte“: Das neue Partnerschul-Siegel von lyrix. Design: Susann Stefanizen.

lyrix hat ein neues Partnerschullogo. Kannst du etwas mehr dazu erzählen?
Aktuell arbeiten wir daran, den Bereich Schule noch nachhaltiger in unsere Strukturen zu integrieren. Wir haben ein Siegel „Orte für Worte“ für Kooperationsschulen entwickelt. Das können Schulen auf ihre Homepage setzen, wenn bei ihnen Workshops durchgeführt wurden oder wenn Schüler*innen regelmäßig Beiträge für den Wettbewerb einsenden.

Außerdem wollen wir das zum Anlass nehmen, einen Verteiler aufzubauen, in dem wir regelmäßig über unsere Schul-Aktivitäten informieren, Schreibimpulse und Ideen für den Unterricht verschicken. (Anmerkung der Redaktion: Auf unserer Seite Lyrikvermittlung kann man sich für diesen Newsletter bereits anmelden.)

Was war bisher dein schönstes Erlebnis in einer Schreibwerkstatt? 
So ganz bestimmte schöne Erlebnisse gibt es eigentlich fast immer: Schüler*innen, die plötzlich realisieren, dass sie ein Gedicht schreiben können. Schüler*innen, die lächelnd den Applaus für ihre Texte entgegennehmen. Das klingt ein bisschen kitschig, aber es ist jedes Mal wieder ein besonderer Moment, dabei zu sein, wie sich ein junger Mensch etwas zutraut.

Daneben gibt es auch immer wieder witzige Momente, die besondere Highlights sind. Bei der letzten Schreibwerkstatt musste eine Schülerin ihren Text für uns Workshopleiter*innen erst einmal von Jugendsprache auf Hochdeutsch übersetzen. Den Satz habe ich mir in meine Notiz-App getippt, weil er so gut war, dass ich ihn direkt selbst für ein Gedicht nutzen wollte. 

Warum ist Lyrik deiner Meinung nach ein guter Zugang, um junge Menschen fürs Schreiben zu begeistern?
Lyrik hat, vor allem in der Schule, oft einen schwierigen Ruf. Dabei ist sie nichts, wovor man Angst haben muss. Ganz im Gegenteil. Ein Gedicht ist eine Ausdrucksform, an der man sich ausprobieren kann, die spielerisch ist, in der man selbst Regeln entwickeln kann. Wenn Schüler*innen in den Workshops die Erfahrung machen, wie groß ihr Gestaltungsspielraum ist, öffnet das häufig eine Tür.

Hast du eine*n Lieblingslyriker*in oder ein Lieblingsgedicht?
Letztes Jahr habe ich die Gedichte von Logan February für mich entdeckt. Wunderschöne Texte. Ansonsten ist das Programm vom Lyrikverlag kookbooks immer wieder ein Highlight. Monika Rinck, Uljana Wolf, Rike Scheffler, … <3.

Kontakt:

Chris Raith Möller
Zusammenarbeit Schulen
schulwerkstaetten@bw-lyrix.de

Alle Informationen zu unseren Angeboten zur Lyrikvermittlung findet ihr hier:

Lyrikvermittlung bei lyrix

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