Was ist Lyrix?


lyrix ist der Bundeswettbewerb für junge Lyrik. Jeden Monat wartet ein neues Thema auf dich. Finde deine eigene Sprache und schick uns dein Gedicht! Mitmachen können alle zwischen 10 und 20 Jahren. Unter allen Einsendungen wählen wir 6 Monatsgewinner aus. Unter allen Monatsgewinnern 12 Jahresgewinner. Auf dich wartet eine spannende Reise.


Der Wettbewerb

lyrix ist der Bundeswettbewerb für junge Lyrik. Jeden Monat können Jugendliche von 10 bis 20 Jahren ihre Gedichte zu einem bestimmten Thema online einreichen, wie zum Beispiel Kram-Gedanken oder Das Tor in deiner Sprache. Je ein zeitgenössisches Gedicht sowie ein Museumsexponat bieten über die Webseite Inspiration für das eigene Schreiben. Aus allen Einsendungen im Raum Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz wählt eine Jury jeden Monat 6 Gewinner*innen aus. Aus allen Monatsgewinner*innen werden wiederum 12 Jahresgewinner*innen ausgewählt und zu einer Reise nach Berlin eingeladen.

Die Reise nach Berlin ist nicht nur der Preis für die zwölf Jahresgewinner*innen. Sie ist auch ein Höhepunkt von lyrix. Auf ihr findet die alljährliche Preisverleihung statt, dort treffen junge Nachwuchslyriker*innen aufeinander und nehmen an einem literarischen Rahmenprogramm teil: Sprechtraining im Deutschlandradio, Performance-Workshop und Schreibwerkstatt im Literarischen Colloquium Berlin am Wannsee, Lesungen rund um das Berliner poesiefestival und vieles mehr.

 

„lyrix war beim Schreiben immer ein guter Begleiter, denn die monatlichen Themen boten eine Orientierung, wenn ich gerade keine konkrete Idee hatte und der Einsendeschluss am Ende des Monats den nötigen Druck brachte, mal etwas zu Ende zu bringen.“ Benita Salomon, lyrix-Preisträgerin


„Berlin, die Stadt, die unseren Dichtern mit ihrer dreckig chaotischen Schönheit ebenso viel Inspiration schenken sollte wie unzähligen Künstlern zuvor.“ Kaya Heyerhoff, FSJ Kultur 2014/2015


Schreibwerkstätten und Museen

Vor allem über Schreibwerkstätten – sei es im Rahmen der Buchmessen, der Preisträgerreise oder von Museen – gelingt es lyrix ganz unterschiedliche Jugendliche zu erreichen. Die Workshops verleiten auch Schüler*innen zum Schreiben, die sich bisher kaum mit Gedichten beschäftigt haben, die angehenden Schreibprofis ihrerseits schätzen vor allem den Austausch und die Begegnung mit Gleichgesinnten. Sehr wichtig sind auch Sonderprojekte, so zum Beispiel zum Thema „Krieg und Frieden“, ein wichtiger Kooperationspartner ist hier der Bundesverband die Friedrich-Bödecker-Kreise. lyrix kooperiert seit 2011 mit dem Deutschen Museumsbund und besucht jedes Jahr zwölf namhafte deutsche Museen. Angelehnt an das aktuelle Monatsthema, zu dem jedes Partnermuseum ein passendes Exponat aussucht, findet im Museum eine Schreibwerkstatt mit einem*r professionellen Lyriker*in für Jugendliche aus der Region statt. So begegnen die Schüler*innen nicht nur aktueller Literatur, sondern auch ihren Verfasser*innen. Für die Auswahl erhält der Wettbewerb große Unterstützung von Daniela Seel, Autorin und Lyrik-Verlegerin (kookbooks-Verlag).

 

„Der Funke springt immer nur auf Einzelne über, und er braucht Einzelne, die ihn weiterreichen – und dazu selbst entflammt sein müssen. Zu einer solchen Weitergabe bieten die Workshops unschätzbare Gelegenheiten.“ Norbert Hummelt, Lyriker und Übersetzer

 

„Durch solche Workshops werden Möglichkeiten geschaffen, den lebendigen Selbstausdruck der Jugendlichen zu fördern und in eine die Gesellschaft bereichernde Ausdrucksform zu kanalisieren.“ Ralf Krüger, Kunsthistoriker und Oberstufenlehrer


In der Schule

Nicht nur über die Schreibwerkstätten in den Museen wendet sich lyrix an Schulen und Lehrer*innen. Zu jedem lyrix-Monatsthema gibt es Begleitmaterialien für den Unterricht: Gedichtanalysen, Informationen zu Lyriker*innen und Ideen zur kreativen Umsetzung. Sie können helfen, den Zugang zur zeitgenössischen Lyrik zu erleichtern und gemeinsam mit den Schüler*innen die Lust am eigenen Sprachspiel zu entdecken!

 

„Es existiert eine Spannung zwischen einer staatlich verordneten Schulpflicht und der Tatsache, dass Lyrik vor allem eins braucht: Überzeugung, die einen auch dann weitermachen lässt, wenn es weder Zwang noch Zuspruch gibt.“ Max Czollek, Lyriker und Kurator Babelsprech


lyrix liest

lyrix liest überall dort, wo junge Lyrik einen Ort hat. Auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig sowie auf der Bildungsmesse didacta präsentieren seit einigen Jahren aktuelle und ehemalige Preisträger*innen eigene Texte. Das Deutschlandradio verschafft ihnen auf seiner Messe-Bühne Gehör. lyrix geht aber auch nach draußen. So präsentieren Preisträger*innen ihre Texte im Frankfurter Club Orange Peel und auf der Langen Leipziger Lesenacht in der Moritzbastei. Schreibwerkstätten wie zum Beispiel im Deutschen Literaturinstitut Leipzig begleiten die öffentlichen Auftritte. Die Lesungen bilden Plattformen für die Anbindung an Netzwerke junger Lyrik wie Treffen junger Autoren, Babelsprech oder open mike.


Alumni-Netzwerk und junge Lyrikszene

Die Zahl der lyrix-Alumni wächst stetig. Einige haben sich auch im Rahmen anderer Lyrik- und Poetry Slam-Wettbewerbe einen Namen gemacht, unter ihnen Josefine Berkholz, Christiane Heidrich, Martin Piekar und Ansgar Riedißer. Einige studieren „Kreatives Schreiben“, andere machen erste Schritte in Richtung eigener Veröffentlichungen.

Diese Komponente möchte lyrix in Zukunft noch stärken. In Kooperation mit der aktuellen Lyrikszene wie zum Beispiel Babelsprech, namentlich Max Czollek werden Portfolios für Lesereihen erstellt. Auch eine engere Zusammenarbeit mit der Literaturwerkstatt / Haus für Poesie in Berlin soll den Weg der Nachwuchs-Lyriker*innen in die Netzwerke der Profi-Dichter*innen bahnen.

 

„Ich als Autor brauche einen Resonanzraum. … Dafür braucht es ein Netzwerk, wie ein Spinnennetz … Aus einem Netzwerk können viele weitere entstehen und so freue ich mich, dass lyrix einer der wichtigen Anfangspunkte meines heutigen literarischen Netzwerkes war.“ Martin Piekar, Lyriker und ehemaliger Preisträger


Geschichte und Hintergrund

2008 wurde lyrix von Deutschlandfunk und dem Deutschen Philologenverband initiiert. Zunächst für ein Jahr geplant, ahnte niemand, dass das Projekt jedes Jahr wachsen würde. Von Beginn an wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, seit 2013 als Bundeswettbewerb. Seit Oktober 2015 gibt es den gemeinnützigen Verein lyrix e.V., dessen wichtigstes Projekt die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs ist. lyrix e.V. verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele: Der Verein fördert zum einen Nachwuchslyriker*innen, zum anderen macht er zeitgenössische Lyrik unter Jugendlichen bekannt und vermittelt ihnen Poesie als mögliche „junge“ und auch eigene Ausdrucksform. Die Nachwuchsförderung leistet vor allem der Wettbewerb und die Alumni-Arbeit, die Förderung der Lyrik und breiteren Sprachbildung die begleitenden Schreibwerkstätten und Sonderprojekte. Junge Lyrik sowie aktuelle Beiträge zu Veranstaltungen und Projekten werden in der lyrix-Anthologie herausgegeben, die jährlich jeweils zur Frankfurter Buchmesse erscheint.

Von Anfang an hatte lyrix zahlreiche Unterstützer*innen, ohne sie wäre das Projekt nicht das, was es heute ist und morgen noch sein kann.

Wir danken ihnen an dieser Stelle sehr herzlich.


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